19.09.2018

Windpark Sommerein: Zehn moderne Windräder liefern Ökostrom für rund 28.000 Haushalte

Das Brucker Becken zählt zu den besten Windstandorten Europas
Nach rund zehn Monaten herausfordernder Bauzeit startet der neue Windpark Sommerein wie geplant in den „Regelbetrieb“: Zehn moderne Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 35 MW liefern ab sofort 100% erneuerbaren Strom für rund 28.000 Haushalte. 
 
„Es freut uns sehr, dass wir mit diesem Windpark unseren Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energie in der Region leisten können. Wir sehen das als wichtige Investition in eine lebenswerte Umwelt für unsere Kinder und Enkelkinder“, zeigt sich Bürgermeister Karl Zwierschitz begeistert.  
 
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf sieht im Windpark Sommerein ein Modellbeispiel für die sinnvolle Nutzung heimischer Ressourcen: „Das Brucker Becken zählt zu den besten Windstandorten Europas. Dieser Windpark nutzt diese heimischen Energiequellen und verwandelt sie in ökologischen, nachhaltigen Strom für 28.000 Haushalte in der Region. Damit drängen wir die Atomkraft in Europa weiter zurück“.
 
Für EVN Vorstandsdirektor Franz Mittermayer ist die Eröffnung auch ein Moment um Danke zu sagen: „Wir versuchen unseren Beitrag zu einem nachhaltigen Ausbau der erneuerbaren Energien in Niederösterreich zu leisten. Behutsam und mit Augenmaß. Dafür sind wir aber auch auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Der Windpark Sommerein wurde ohne einen einzigen Einspruch oder sonstige Proteste geplant und umgesetzt. Das ist alles andere als selbstverständlich und dafür möchten wir uns herzlich bedanken.“ 
 
Energiezukunft trifft ruhmreiche Vergangenheit
So problemlos die Abstimmung mit der Gemeinde lief, so herausfordernd war die Errichtung der Windräder: Nach intensiven Vorplanungen wurde man gleich zu Baubeginn auf besondere Art und Weise „fündig“: Ausgrabungen förderten Schätze aus Jungsteinzeit, Latènezeit und dem Frühmittelalter zu Tage. Darunter ein zwei- bis fünfjähriges Kind, das vor etwa 7.400 Jahren bestattet wurde. 
 
Nachdem die historischen Funde in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt geborgen wurden, standen noch sehr schwierige Bodenverhältnisse und die Herausforderungen einer „Winterbaustelle“ am Plan. Trotzdem konnte der enge Zeitplan eingehalten werden. 
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