Forschung für die Sonnen-Zukunft

Forschung für die Sonnen-Zukunft

Als Partner in unterschiedlichen Forschungsprojekten leistet evn naturkraft einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung von Photovoltaik und Solarthermie.

Photovoltaik-Forschungszentrum Zwentendorf

Auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Zwentendorf betreibt evn naturkraft eines der größten Sonnenkraftwerke Österreichs. Dabei wurden unterschiedliche technische Ausführungen umgesetzt:
  • eine Aufdach-Anlage
  • eine Fassaden-Anlage und
  • ein Freiflächen-Solarpark mit fix aufgeständerten Solargeneratoren ebenso wie der Sonne nachgeführten Solarsystemen.

In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität (TU) Wien werden hier unterschiedliche handelsübliche Photovoltaikmodule, solare Nachführungssysteme (Tracker), Solarumrichter und Hilfseinrichtungen unter realen Umweltbedingungen in ihrer Effizienz, Anwendungstauglichkeit und ihren Investitions- und voraussichtlichen Betriebskosten untersucht.
 
Für die Untersuchungen wurde ein umfangreiches Messsystem zur detaillierten Messung der Globalstrahlung installiert, bestehend aus Sensoren zur Aufzeichnung der direkten und diffusen Sonneneinstrahlung, einer Wetterstation, sowie Kameras zur Überwachung der Oberflächenveränderung der Module durch Niederschlag sowie zur Beurteilung der Selbstreinigungseffekte.

 

HELIOtube in Dürnrohr

2011 wurde Österreichs erste Concentrated Solar Power(CSP-)-Demonstrationsanlage auf dem Areal des Kraftwerks Dürnrohr eröffnet. Zentraler Bestandteil der Anlage ist der sogenannte HELIOtube, ein aufblasbarer Sonnenkonzentrator aus Kunststofffolien.
 
Mit Hilfe einer Spiegelfolie wird das Sonnenlicht im HELIOtube zunächst konzentriert. Diese gebündelte Sonnenstrahlung wird genutzt, um in einem Verdampferrohr Wasserdampf zu erzeugen, der anschließend energetisch verwertet werden kann.
 
Der HELIOtube hat eine Länge von ca. 36 m und einen Durchmesser von 2,5 m und ist so gelagert, dass er im Tagesverlauf der Sonne folgen kann – vergleichbar mit einem Nachführsystem bei Photovoltaikanlagen. Die Demonstrationsanlage hat eine thermische Leistung von bis zu 30 kW und ist modular aufgebaut, d.h. sie kann durch zusätzliche HELIOtubes erweitert werden.
 
Die Demonstrationsanlage im KW Dünrnrohr soll Erkenntnisse über die Einsatztauglichkeit im Dauerbetrieb, die Erzeugungskapazität und das Regelverhalten liefern. Partner bei diesem Forschungsprojekt sind die EVN AG, HELIOVIS AG, Einsiedler Solartechnik und die TU Wien/Institut für Thermodynamik und Energieumwandlung.
 
In einem weiteren Ausbauschritt soll die Demonstrationsanlage in das Dampfsystem des KW Dürnrohr eingebunden werden. Dort könnte der erzeugte Dampf sowohl zur Stromproduktion als auch zur Wärmeversorgung aus dem Kraftwerk Dürnrohr genutzt werden. Das macht den HELIOtube für die EVN besonders interessant.