Vom Windsegel zum Ökostrom

Vom Windsegel zum Ökostrom

Die Nutzung von Windenergie zur Stromerzeugung hat ihren Ursprung im Schottland des 19. Jahrhunderts. Durch enorme Weiterentwicklungen hat sich Windkraft einen fixen Platz im Energiemix gesichert.

Eine kleine Geschichte der Windenergie

Schon seit über 4.000 Jahren nutzen Menschen die Energie des Windes. Am Beginn standen allerdings noch Musikinstrumente oder Windsegel, später auch Windmühlen im Vordergrund. Erste Versuche, damit Strom zu erzeugen, machte der Schotte James Blyth. Heute ist Windenergie aus der Energieerzeugung nicht mehr wegzudenken.
 
 
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Der Schotte James Blyth errichtet die erste belegte windbetriebene Anlage zur Stromerzeugung, um Akkumulatoren für die Beleuchtung seines Ferienhäuschens aufzuladen.
 

um 1900
Der Däne Poul la Cour kam durch systematische Versuche zum Konzept des Schnellläufers, bei dem wenige Rotorblätter ausreichen, die Energie der Strömung über die ganze Rotorfläche auszunutzen.
 

1945-1960
Die Windenergieforschung wird in verschiedenen Staaten vorangetrieben. Wegen der niedrigen Energiepreise wurden aber nur wenige Prototypen errichtet.
 


1970er Jahre
Windenergie erlebt als Folge der Ölkrisen und der beginnenden Energie-  und Umweltdiskussion einen ersten großen Aufschwung. Standardanlagen hatten drei starre Rotorblätter und eine ohne Frequenzumrichter ans Netz gekoppelte Asynchronmaschine mit ein bis zwei festen Drehzahlen.
 

Ab 1980
Windkraftanlagen werden laufend weiterentwickelt und verbessert bis hin zu den modernen Großturbinen mit variabler Drehzahl und verstellbaren Rotorblättern.
 
1985
Durchbruch der Windenergie: Steuerabschreibungs-Gesetze und Förderungen machen Windkraftanlagen in vielen Ländern lukrativ. In der Folge steigt die Nutzung der Windkraft stark an und die Windräder werden immer leistungsfähiger. Seither ist Dänemark das Land mit dem größten Windkraftanteil an der Stromerzeugung.
 

1994
Die erste Förderung für Windenergie wird in Österreich eingeführt. Daraufhin folgt ein rasanter Ausbau der Windkraftanlagen.
 


1998
Durch das Elektrizitätsgesetz EIWOG muss Strom von Ökostromanlagen zu fixen Tarifen abgenommen werden.
 


2000
Der erste Windpark der evn naturkraft geht in Gänserndorf in Betrieb.
 


2002
Die Pflicht zur Abnahme von Windenergie wird im Ökostromgesetz ausgebaut. Der Bau von Windkraftanlagen boomt.
 


2006
Es folgen Einschränkungen, wodurch nur mehr die Betreiber von Windkraftanlagen geförderte Einspeisetarife erhalten, die einen Vertrag mit der OeMAG haben. Der Bauboom wird auf einen Schlag gestoppt.
 

Ab 2009
Durch Anpassungen des Ökostromgesetzes nimmt die Anzahl der Windkraftanlagen wieder zu – mit dem Ökostromgesetz 2012 kommt es sogar zu einem Rekordwachstum in den Folgejahren.
 

Seit 2016
Weiterhin werden neue Windräder gebaut – jedoch warten auch zahlreiche bewilligte Anlagen auf einen Vertrag.
 
Und wie geht es weiter?
So viel ist sicher: Windenergie wird die Zukunft mitgestalten. Wir setzen schon längst auf nachhaltige, saubere Windkraft und arbeiten laufend daran, sie weiter auszubauen.