05.04.2021

Das Leben in einem 100 Jahre alten Bauwerk

Wohnen im EVN Kleinwasserkraftwerk Hohenstein
Seit 100 Jahren wird im EVN Kleinwasserkraftwerk Hohenstein bei Gföhl im Bezirk Krems sauberer Ökostrom für die Region erzeugt. „Kleinwasserkraftwerke wie hier in Hohenstein leisten einen wichtigen Beitrag zur regionalen Stromerzeugung und den Klimaschutz“, erzählt EVN Sprecher Stefan Zach.

Rund 30 Jahre ist Familie Glinz bei der Energieerzeugung aus Wasserkraft hautnah dabei. Die Familie wohnt im Obergeschoss des stilvollen architektonischen Baus und fühlt sich nach wie vor sehr wohl in ihren außergewöhnlichen vier Wänden. Reinhard und Alexandra Glinz erzählen: „Das Besondere ist die Natur die uns umgibt. Soweit das Auge reicht nur Wald, Bäume, Tiere und natürlich der Fluss. Selbstverständlich hört man die Turbinen, wenn die Anlage in Betrieb ist, aber dieses Geräusch gehört einfach zu unserem Leben dazu“.  Ihr Sohn Jürgen wohnt seit seinem 1. Lebensjahr hier und erinnert sich an seine Kindheit: „Die Umgebung war für mich und meine Freunde ein wunderbarer Erlebnisspielplatz. Wir hatten hier viele Begegnungen mit Tieren, die man anderswo sicher nicht so einfach hat, z.B. einen fast zahmen Siebenschläfer. Aber auch einen Waldkauz haben wir hier aufgepäppelt und in einer großzügig gestalteten Voliere gepflegt“. 

Die unmittelbare Nähe zur Natur hat natürlich nicht nur Vorteile. Hochwasser, eine Springflut und entwurzelte Bäume hat die Familie hier schon öfter erlebt. Wegziehen möchten sie aber keinesfalls: „Wir genießen unser Leben hier und fühlen uns sehr wohl in unserem besonderen Zuhause." 

Kleinwasserkraftwerk Hohenstein

Das Kleinwasserkraftwerk Hohenstein an der Krems wurde in den Jahren 1917-1921 von der Stadtgemeinde Krems errichtet. Die aus dem Kraftwerk gewonnene Elektrizität sollte als Energiequelle für eine neue technische Errungenschaft sein – nämlich den Betrieb der ersten Straßenbahn zwischen Krems und Gföhl. Außerdem sollte es die Stromversorgung der Gemeinden des Kremsertals und der Stadt Krems garantieren. Über einen zirka 2.600 Meter langen Oberwasserkanal, der zum Teil als Hangkanal bzw. als Stollen ausgeführt ist, gelangt das Triebwasser in das Kraftwerk. 

In den Jahren 1987-1988 wurde das Kraftwerk von der EVN automatisiert. 

Das Kraftwerk nutzt das Wasser der Krems und produziert jährlich Strom für rund 1.000 Haushalte in der Region. 
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